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Bericht Crosslauf "Rund um den Wasserturm" Bräunsdorf 07.10.2006
Text von Roman Karczewski
Fotos von Eyck Schwarz


Zenon, Ronald, Roman (vlnr)Auf der Hinfahrt hat es so gegossen, dass der Scheibenwischer an unserem Auto es kaum geschafft hat, die Wassermassen zur Seite zu schieben. Unsere Stimmung war dementsprechend. Die Gegend durch die wir ab der Autobahnabfahrt Siebenlehn fuhren, wirkte zunächst auch nicht gerade anziehend. Bräunsdorf - wo wird denn das überhaupt liegen? Wir wussten, dass es zwischen Hainichen und Freiberg in der Gemeinde Oberschöna sein sollte und haben mit einem langweiligen Dorf "am A... der Welt" gerechnet. Als wir dort aber ankommen, wird es auf einmal trocken, sogar recht warm und freundlich. Und die ganze hügelige Gegend ist landschaftlich sehr schön. Wir stellen das Auto an der Dorfschule ab und laufen ca. 500 Meter einen recht steilen Alsphaltweg hinunter in das malerische Tal der "Großen Striegis". In einem schön angelegten, modernen Stadion der SV Einheit Bräunsdorf wird der Zieleinlauf stattfinden. Wir treffen hier die "Gasttrolle" Ronald Bianchin (siehe Freiberger Herbstlauf weiter unten) und Eyck Schwarz, der hier wohnt und uns diesen Lauf empfohlen hat. Eyck strahlt, denn seine Tochter Antonia hat gerade den Bambinilauf gewonnen. Pünktlich 12:10 fällt der Startschuss zum 10 km-Lauf (>> Strecke) und wir, also ich (Start-Nr. 228) und mein Vater, der "Troll" Zenon (Start-Nr. 229) , laufen sofort "volle Kanne" los. Die Taktik ist klar - "wir müssen" heute den Ronald (Start-Nr. 206) hinter uns lassen. Die ersten 3 Kilometer sind flach, wir laufen an der Striegis entlang. Ich vorne weg, dahinter Zenon. Ronald ist schon etwa 150 Meter zurückgefallen. Dies ist aber erst der Anfang.

Denn es kommt noch der vorher angekündigte, berühmt-berüchtigte "Berg", vor dem man uns gewarnt hat. Und er kam und war noch schlimmer als ich dachte. Mir bleibt schon nach den ersten 100 Metern die Luft weg, ich werde immer langsamer. Zenon hat hinter mir die gleichen Probleme. Jetzt kommt die Stunde von Ronald. Er zieht locker an uns Beiden vorbei und verschwindet schnell aus der Sichtweite. Am Wasserturm oben hat er schon mindestens 1 Minute Vorsprung. Aber ab jetzt geht es vorwiegend bergab, ich erhole mich und werde wieder schneller. Ronald kann ich trotzdem nicht mehr einholen. Er kommt mit 24 Sekunden Vorsprung vor mir ins Ziel. Zenon braucht noch eine Minute länger und ist am Ende fix und fertig. Als die Ergebnisse später bekannt gegeben werden, freuen sich die Beiden und ich bleibe der Verlierer des Tages - Ronald belegt mit 45:20 Platz 1 in der M30, Zenon wird Dritter in der M45 in 46:51 und ich gehe in der M20 leer aus. Eyck - unser Fotograf, den wir an der Strecke mehrmals gesehen haben - kann als ehemaliger Leistungssportler über solche "Leistungen" nur müde lächeln. >> Ergebnisse

Der Start
Hinauf zum Wasserturm Eyck (links) und Ronald
 

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