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24.10.2004 __6. Morgenpost Dresden Marathon 2004

Bericht von Julius Lutoschka

Halbmarathon. Pünktlich um 10°° Uhr am Sonntagmorgen fiel der Startschuss zum 6. Dresden-Marathon und gleichzeitig piepten Tausende Stoppuhren. Ich wollte beim Halbmarathon vor heimischer Kulisse eine neue persönliche Bestzeit laufen und startete deshalb aus Startblock A, um von Anfang an gut wegzukommen.

Den ersten Kilometer der uns über die Marienbrücke führte lief ich in knapp 3 Minuten- also eindeutig zu schnell wenn man noch gut 20 Kilometer vor sich hat. Von den schnellen 10 Kilometer-Läufern gezogen und von den Zuschauern lautstark angefeuert passierte ich während der nächsten Kilometer die Hofkirche, die Semperoper und die Brühlsche Terrasse und lief, wie mir ein Blick auf die Laufuhr verriet, immer noch zu schnell. In Höhe Albertbrücke trennte sich die 10 Kilometer- von der Halbmarathonstrecke und das Läuferfeld lichtete sich merklich. Und ich lief immer noch zu schnell- so schnell das ich bis ca. Kilometer 6 die spätere Siegerin im Marathon Sylvia Renz vom OTC Berlin vor mir sehen konnte.

Nach dem 1. Verpflegungspunkt (es gab Tee, Wasser, Iso und Obst) bog ich in das deprimierenste Stück der Strecke ein (ich war die Strecke am Vortag mit dem Rad abgefahren und wusste was mich erwartet): die Fetscherstraße. Schnur geradeaus, Gegenwind und irgendwo am Ende der Allee der Große Garten. Der einzigste Trost waren die relativ vielen Zuschauer und die Cheerleader die mit ihren Rufen zwar die Dresden- Monarchs anfeuerten aber trotzdem Stimmung verbreiteten. Schade das ich so schnell rennen “musste”, denn ich hätte gern dem einen oder anderen Cheerleader einen längeren Blick gewidmet. Nach ca. 3,5 Kilometern erreichte ich dann endlich den Großen Garten, musste diesen aber erst zur Hälfte umrunden und durfte erst nach Kilometer 10 (38,27 min.Durchgangszeit) und Verpflegungspunkt 2 wieder ein schöneres Stück Strecke in Angriff nehmen.

Das Einzige was mich im Großen Garten ein bisschen störte war, dass sowohl Radfahrer als auch Skater wenig Rücksicht auf die Läufer nahmen. Das Palais und die Springbrunnen hinter mir lassend, führte mich der Streckenverlauf an der Gläsernen VW Manufaktur vorbei erneut in die Fetscherstraße, wo mir auf der anderen Straßenseite die letzten Marathonläufer entgegen kamen. Da die Temperaturen seit dem Start unaufhörlich gestiegen waren, die Sonne gnadenlos vom Himmel knallte und die letzte Verpflegungsstelle schon ein Weilchen zurück lag wurden die nächsten Kilometer eine wahre Durststrecke für mich.

Ich kam aus dem Rhythmus und bildete mir ein das ich immer langsamer wurde, aber die nächste Verpflegungsstelle ließ auf sich warten. Doch auch das schlimmste Stück geht mal vorbei und nach einer etwas längeren Rast nahm ich die letzten Kilometer über die Carolabrücke und dem Elberadweg (der teilweise Baustelle war) unter die Laufschuhe. Die letzten 2 Kilometer schließlich führten wieder über die Augustusbrücke, am Schloss, der Semperoper (wo die Marathonis in ihre 2.Runde gingen) und am Sächsischen Landtag vorbei in Richtung Ziel.

Kurz vor dem Ziel animierte mich der Blick auf die Uhr noch zu einem kurzen Sprint und so überquerteich nach 1:24:53 die Ziellinie (Foto) und unterbot meinen alten Rekord damit um hart erkämpfte 11 Sekunden!!

Fazit: Eine echte Sight-seeing Tour und für läuferisch interessierte Dresden-Besucher unbedingt zu empfehlen, die Medaille mit dem Relief der Semperoper ist das perfekte Souvenir dafür.

 

LÄUFST DU NOCH ODER
DUSCHST DU SCHON ??


 

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