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Halbmarathon.
Pünktlich um 10°°
Uhr am Sonntagmorgen fiel der Startschuss zum 6.
Dresden-Marathon und gleichzeitig piepten Tausende Stoppuhren.
Ich wollte beim Halbmarathon vor heimischer Kulisse eine neue persönliche
Bestzeit laufen und startete deshalb aus Startblock A, um von Anfang
an gut wegzukommen.
Den ersten Kilometer der uns über
die Marienbrücke
führte lief ich in knapp 3 Minuten- also eindeutig zu schnell
wenn man noch gut 20 Kilometer vor sich hat. Von den schnellen 10
Kilometer-Läufern gezogen und von den Zuschauern lautstark
angefeuert passierte ich während der nächsten Kilometer
die Hofkirche,
die Semperoper
und die Brühlsche
Terrasse und lief, wie mir ein Blick auf die Laufuhr verriet,
immer noch zu schnell. In Höhe Albertbrücke trennte sich
die 10 Kilometer- von der Halbmarathonstrecke und das Läuferfeld
lichtete sich merklich. Und ich lief immer noch zu schnell- so schnell
das ich bis ca. Kilometer 6 die spätere Siegerin im Marathon
Sylvia Renz
vom OTC Berlin vor mir sehen konnte.
Nach dem 1. Verpflegungspunkt (es
gab Tee, Wasser, Iso und Obst) bog ich in das deprimierenste Stück
der Strecke ein (ich war die Strecke am Vortag mit dem Rad abgefahren
und wusste was mich erwartet): die Fetscherstraße. Schnur
geradeaus, Gegenwind und irgendwo am Ende der Allee
der Große Garten. Der einzigste Trost waren die relativ
vielen Zuschauer und die Cheerleader
die mit ihren Rufen zwar die Dresden-
Monarchs anfeuerten aber trotzdem Stimmung verbreiteten. Schade
das ich so schnell rennen musste, denn ich hätte
gern dem einen oder anderen Cheerleader
einen längeren Blick gewidmet. Nach ca. 3,5 Kilometern erreichte
ich dann endlich den Großen Garten, musste diesen aber erst
zur Hälfte umrunden und durfte erst nach Kilometer 10 (38,27
min.Durchgangszeit) und Verpflegungspunkt 2 wieder ein schöneres
Stück Strecke in Angriff nehmen.
Das Einzige was mich im Großen
Garten ein bisschen störte war, dass sowohl Radfahrer als auch
Skater wenig Rücksicht auf die Läufer nahmen. Das Palais
und die Springbrunnen hinter mir lassend, führte mich der Streckenverlauf
an der Gläsernen
VW Manufaktur vorbei erneut in die Fetscherstraße, wo
mir auf der anderen Straßenseite die letzten Marathonläufer
entgegen kamen. Da die Temperaturen seit dem Start unaufhörlich
gestiegen waren, die Sonne
gnadenlos vom Himmel knallte und die letzte Verpflegungsstelle schon
ein Weilchen zurück lag wurden die nächsten Kilometer
eine wahre Durststrecke für mich.
Ich
kam aus dem Rhythmus und bildete mir ein das ich immer langsamer
wurde, aber die nächste Verpflegungsstelle ließ auf sich
warten. Doch auch das schlimmste Stück geht mal vorbei und
nach einer etwas längeren Rast nahm ich die letzten Kilometer
über die Carolabrücke
und dem Elberadweg
(der teilweise Baustelle war) unter die Laufschuhe. Die letzten
2 Kilometer schließlich führten wieder über die
Augustusbrücke,
am Schloss,
der Semperoper (wo die Marathonis in ihre 2.Runde gingen) und am
Sächsischen Landtag vorbei in Richtung Ziel.
Kurz vor dem Ziel animierte mich
der Blick auf die Uhr noch zu einem kurzen Sprint und so überquerteich
nach 1:24:53 die Ziellinie (Foto)
und unterbot meinen alten Rekord damit um hart erkämpfte 11
Sekunden!!
Fazit: Eine echte Sight-seeing
Tour und für läuferisch interessierte Dresden-Besucher
unbedingt zu empfehlen, die Medaille mit dem Relief der Semperoper
ist das perfekte Souvenir dafür.
LÄUFST DU
NOCH ODER
DUSCHST DU SCHON ??
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